Der Preis der Ulrich-Zwiener-Stiftung für internationale Verständigung und Menschenrechte 2008 ging an den Pädagogen Wilhelm Goller.
Er leitete von 1995 bis 2004 die christliche Schule “Talitha Kumi” in Beit Jala in Palästina. Sein Verdienst ist es, die Schule für beide Geschlechter (ursprünglich nur Mädchen) und Kinder muslimischer Familien geöffnet zu haben. Außerdem entstanden während seiner Amtszeit Schulpartnerschaften nach Israel und die daraus resultierenden persönlichen Begegnungen junger Menschen. Es wurde und wird eine Erziehung zum konstruktiven Miteinander und zum friedlichen Umgang mit Konflikten zwischen Nationen und unterschiedlichen Religionen praktiziert.
Die Preisverleihung wurde eingeleitet durch den Rektor der FSU, Prof. Dr. Klaus Dicke. Der evangelische Landesbischof von Bayern, Dr. Johannes Friedrich, der “Talitha Kumi” aus eigenem Erleben kennt, übernahm die
Laudatio. Auch Wilhelm Gollers Dankesworte machten den Geist, der an dieser Schule herrscht, deutlich. Die musikalische Umrahmung übernahm das international besetzte Shakshuka-Quartett.
Es schloß sich eine Podiumsdiskussion mit Vertretern an, die für die drei monotheistischen Religionen stehen: Dr. Johannes Friedrich ( Landesbischof der evangelisch-lutherischen Landeskirche in Bayern), Dr. Diana Matut (Uni Halle/Wittenberg, Seminar für jüdische Studien und Judaistik), Rafet Ötztürk (Integrationsrat, Köln) und der Preisträger Wilhelm Goller. Die Moderation übernahm Prof. Klaus Dicke.
Mit der Verleihung des Preises an Wilhelm Goller möchte die Ulrich-Zwiener-Stiftung den Blick der Öffentlichkeit auf einen vielversprechenden Schritt auf dem Weg zu einem friedlichen miteinander in der krisengeschüttelten Region lenken.
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