Archiv der Kategorie 'Berichte'


Jugendpreis 2009

Preis der Zwiener-Stiftung für Interkulturelle Verständigung unter der
Jugend 2009 verliehen

Am Mittwoch, den 29. April wurde von der Ulrich Zwiener-Stiftung für Internationale Verständigung und Menschenrechte der Preis für Interkulturelle Verständigung unter der Jugend verliehen. Preisträger im Jahr 2009 ist das Christliche Gymnasium Jena, das den Preis für sein hervorragendes Engagement bei der Realisierung des Chile-Projektes seiner zehnten Klassen erhielt.

Auf Initiative der Spanischlehrerin Dr. Anne Nickel-Gemmeke, die selbst bereits längere Zeit in Chile verbrachte, entstand seit 2005 ein regelmäßiger Schüleraustausch mit dem Colegio Santa Úrsula in Santiago de Chile. Dieser Austausch unterscheidet sich in einigen Punkten von üblichen Austauschprogrammen. Die Kosten für die Reise erarbeiten sich die Schüler selbst im Vorfeld mit Theateraufführungen, Kuchenbasaren, Babysitting usw., was eine bemerkenswerte Leistung über viele Monate erfordert. Neben dem Unterricht in den Klassen der Schule helfen die Schüler auch in der Armenküche mit und gewinnen so auf ganz unmittelbare Weise Erfahrungen im Umgang mit Armut. Laudator Jorge Peña illustrierte in seiner Laudatio mit farbigen Beispielen und Anekdoten, auf welche Weise die Schüler mit den kulturellen Unterschieden in Kontakt kommen.

Die Organisation und Durchführung eines ebenso umfangreichen wie prägenden Projektes - viele Teilnehmer bauen Kontakte nach Chile auf und reisen nach Ende der Schulzeit wieder in das Land - ist eine Aufgabe, die das herkömmliche Maß an persönlichem Engagement jedes Beteiligten weit übersteigt. Sowohl die Arbeit von Dr. Anne Nickel-Gemmeke, die Unterstützung durch die Schulleiterin Susanne Raab wie auch das Engagement jedes einzelnen Schülers verdienen höchste Anerkennung und haben die Jury des Preises bewogen, dem Christlichen Gymnasium unter 8 Bewerbern den Vorzug zu geben.


Vortrag von Tomislav Limov

Vortragsreihe „Das neue Europa“

Vortrag von Tomislav Limov (Botschafter Bosnien-Herzegowinas in Deutschland):

Bosnien-Herzegowina -ein zukünftiger EU-Beitrittskandidat?

 

In der Vortragsreihe „Das neue Europa”, die sich mit den zukünftigen Herausforderungen an die Europäische Union beschäftigt, sprach am 12.Februar 2009 der Botschafter Bosniens und Herzegowinas (BuH) Tomislav Limov.

In der gut besuchten Veranstaltung machte der Botschafter die Zuhörer mit allen Herausforderungen auf dem Euro-atlantischen Weg BuH bekannt. Betont hat er vor allem den EU-und NATO-Beitritt, die zur Priorität der bosnischen Außenpolitik geworden sind. Nachdem BuH das Stabilitäts- und Assoziierungsabkommen unterschrieben hat, steht nun die Implementierung dieses Abkommens an oberster Stelle. Diese Anstrengungen sollen zum EU-Kandidatenstatus führen. Herr Limov betonte, dass die Reformen im Bereich der Verteidigung und Sicherheit vorangeschritten seien, womit das Ziel des NATO-Beitrittes immer näher rückt.Auch die regionale Zusammenarbeit ist für BuH von großer Bedeutung. Im Mittelpunkt der bosnischen Außenpolitik steht besonders die Kooperation mit den Nachbarländern. Die Zuhörer hat vor allem die aktuelle politische Situation Bosniens und Herzegowinas interessiert. Besonders die Frage der Überwindung der Teilung des Landes. Es wurde erklärt, dass der Wunsch nach einer bestmöglichen Verfassungslösung groß ist. Diese soll den bosnischen politischen Institutionen bei der Anpassung an die EU-Standards helfen. Zum Schluss betonte der Herr Botschafter, dass für die internationale Gemeinschaft der richtige Zeitpunkt gekommen sei, um die eigene Mission auf dem Territorium BuH zu verstärken und diesem Land die Garantie eines Beitritts zuzusichern.

 

limov Vortrag von Tomislav Limov


Vortrag Dr. Martin Brusis

Vortragsreihe „Das neue Europa“

Die westlichen Balkanländer zwischen Transformation und Europäisierung

In der Vortragsreihe „Das neue Europa“, die sich mit den zukünftigen Herausforderungen an die Europäische Union beschäftigt, sprach am 14. Januar Herr Dr. Martin Brusis vom Centrum für angewandte Politikforschung (München) über den Wandel politischer, ökonomischer und sozialer Strukturen in Südosteuropa. Dr. Brusis ging detailliert auf die Lage in Kroatien, Serbien, Kosovo, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Montenegro und Albanien ein. Es wurde deutlich, dass die Transformation dieser Länder angesichts der großen Herausforderungen, vor die sie derzeit gestellt sind, noch lange nicht abgeschlossen ist. Daher brauchen die Staaten des Westbalkans die europäische Perspektive und die Unterstützung durch die Europäische Union. Doch dafür muss die EU sich selbst beitrittsfähig machen und die derzeitige Erweiterungsmüdigkeit überwinden. Eine echte Europäisierung der Region und ein Beitritt der Staaten Südosteuropas wird, mit Ausnahme Kroatiens, noch sehr viel Zeit benötigen, erklärte Dr. Brusis in der sehr gut besuchten Veranstaltung.

Siehe hierzu auch den Beitrag auf der CAP-Seite.

brusis 150 Vortrag Dr. Martin Brusis


Jahresbericht 2008

Der zur Mitgliederversammlung am 3. Dezember 2008 vorgelegte Jahresbericht des CEJ kann hier als PDF-File (2,6 MB) eingesehen werden:  Jahresbericht 2008


Vortrag Dr. Gunter Hofmann

Herr Dr. Gunter Hofmann (Chefkorrespondent der Wochenzeitung DIE ZEIT - Büro Berlin - bis 2008) hielt anläßlich der Jahresversammlung 2008 des Collegium Europaeum Jenense, am Mittwoch, dem 3. Dezember 2008,  den Festvortrag Siamesische Zwillinge? Polen und die Bundesrepublik im Herzen Europas. In seinem Vortrag  zeigte er als profunder Kenner Polens und dessen Innen- und Außenpolitik auf, inwieweit sich die gegenseitigen Begriffe und Vorstellungen von Europa auf Grund der Historie unserer Länder voneinander unterscheiden und welche Wege doch zur europäischen Symbiose führen, die von beiden Staaten gleichermaßen gewollt ist. Ein Festvortrag, der ebenso durch Sachkenntnis wie durch interne Einblicke faszinierte. Dies wurde auch durch die anschließende interessante Diskussion mit den Teilnehmern der Veranstaltung bestätigt.

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6. Akad. Gesprächskonzert

Am 17. November 2008 fand das nunmehr 6. Akademische Gesprächskonzert statt. Der Germanist Prof. Dr. Terence James Reed (Oxford) hielt einen fachlich fundierten und äußerst interessanten Vortrag über das Wirken und das Werk Heinrich Heines. Insbesondere beschäftigte er sich mit der Vertonung seiner Gedichte. Der musikalische Teil wurde von vier Vertretern der Lied-Meisterklasse (Leitung: Prof. Karl-Peter Kammerlander, Musikhochschule Franz Liszt, Weimar)  dargeboten. Die Vokal-Interpreten Hellen Cho  und Florian Götz, begleitet am Flügel von Shyo Matsuura und Mari Miyamoto - auch von der Kritik der OTZ mit großem Lob bedacht - kamen mit ihrer jugendlichen Frische und ihrer fachlichen Exzellenz beim Publikum sehr gut an.

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