Archiv von 'Mai, 2009'


Zwanzig Jahre friedliche Revolution

Warschau - Leipzig - Berlin - Jena

19. Juni 2009, 14:00 - ca. 18:30 Uhr, Hörsaal August-Bebel-Straße 4 (ehemal. Oberlandesgericht/ABF)

Gemeinsame Veranstaltung des CEJ, der Stadt Jena und der OTZ

abf Zwanzig Jahre friedliche Revolution

PROGRAMM

14:00 Uhr: Begrüßung CEJ, Rektor, Bürgermeister

14:15 Uhr: Vorträge, Moderation Ullrich Erzigkeit (Chefredakteur OTZ)

  • Ilko-Sascha Kowalczuk: Die Vorgeschichte und die Revolution 1989 in der DDR
  • Adam Krzeminski (Warschau): 1989 - 2009: Wo sind die Sieger der Geschichte?
  • Günter Schabowski: Vergesellschaftete Wirtschaft - ein Kardinalfehler des Sozialismus
  • Erich Loest: Leipzig 1989 und Tendenzen neuer Verharmlosung

16:15 Uhr: Kaffee-Pause

17:00 Uhr: Podiumsdiskussion, Moderation Udo Scheer

mit: Gert Schuchardt, Karl-Heinz Ducke, Ilko-Sascha Kowalczuk, Adam Krzeminski, Günter Schabowski und Erich Loest

anschließend: Kleiner Empfang mit der Möglichkeit, alle Mitwirkenden direkt anzusprechen

Veranstaltungs-Flyer herunterladenFlyer



Vortrag von Prof. Dr. Schild

In der Vortragsreihe “Das neue Europa” sprach am 7. Mai 2009 Prof. Dr. Joachim Schild vom Lehrstuhl für vergleichende Regierungslehre der Universität Trier. Unter dem Titel “Abschied vom Gaullismus? Französische Europapolitik im Wandel” referierte Prof. Schild über die Politik Frankreichs gegenüber der Europäischen Union von der Regierungszeit Charles de Gaulles bis in die Gegenwart. Dabei machte Prof. Schild auf einen fundamentalen Wandel in der französischen Europapolitik aufmerksam. Stand unter de Gaulle noch die Souveränitätdes Nationalstaates und die Sicherung der nationalen Entscheidungskompetenz im Mittelpunkt, wandelte sich das Verhältnis Frankreichs zur Europäischen Union allmählich. Pragmatismus und weitgehende Zustimmung zu einer Vertiefung der europäischen Integration kennzeichnen die Europapolitik der französischen Präsidentschaften seit Giscard d’Estaing. So waren weder der Vertrag von Maastricht noch die
Einführung des Euro unter den französischen Eliten umstritten. Unter Nicholas Sarkozy betreibt Frankreich eine offensive Politik, die die Europäische Union als Instrument für eigene Interessen benutzt. Gleichzeitig müssen die Eliten des Landes jedoch mehr Rücksicht auf die Stimmungen und Einstellungen in der Bevölkerung nehmen als früher.

    schild Vortrag von Prof. Dr. Schild

    Jugendpreis 2009

    Preis der Zwiener-Stiftung für Interkulturelle Verständigung unter der
    Jugend 2009 verliehen

    Am Mittwoch, den 29. April wurde von der Ulrich Zwiener-Stiftung für Internationale Verständigung und Menschenrechte der Preis für Interkulturelle Verständigung unter der Jugend verliehen. Preisträger im Jahr 2009 ist das Christliche Gymnasium Jena, das den Preis für sein hervorragendes Engagement bei der Realisierung des Chile-Projektes seiner zehnten Klassen erhielt.

    Auf Initiative der Spanischlehrerin Dr. Anne Nickel-Gemmeke, die selbst bereits längere Zeit in Chile verbrachte, entstand seit 2005 ein regelmäßiger Schüleraustausch mit dem Colegio Santa Úrsula in Santiago de Chile. Dieser Austausch unterscheidet sich in einigen Punkten von üblichen Austauschprogrammen. Die Kosten für die Reise erarbeiten sich die Schüler selbst im Vorfeld mit Theateraufführungen, Kuchenbasaren, Babysitting usw., was eine bemerkenswerte Leistung über viele Monate erfordert. Neben dem Unterricht in den Klassen der Schule helfen die Schüler auch in der Armenküche mit und gewinnen so auf ganz unmittelbare Weise Erfahrungen im Umgang mit Armut. Laudator Jorge Peña illustrierte in seiner Laudatio mit farbigen Beispielen und Anekdoten, auf welche Weise die Schüler mit den kulturellen Unterschieden in Kontakt kommen.

    Die Organisation und Durchführung eines ebenso umfangreichen wie prägenden Projektes - viele Teilnehmer bauen Kontakte nach Chile auf und reisen nach Ende der Schulzeit wieder in das Land - ist eine Aufgabe, die das herkömmliche Maß an persönlichem Engagement jedes Beteiligten weit übersteigt. Sowohl die Arbeit von Dr. Anne Nickel-Gemmeke, die Unterstützung durch die Schulleiterin Susanne Raab wie auch das Engagement jedes einzelnen Schülers verdienen höchste Anerkennung und haben die Jury des Preises bewogen, dem Christlichen Gymnasium unter 8 Bewerbern den Vorzug zu geben.